Was denkt die Schweiz über Verdichtung? Verdichtungsbarometer 2026

Was denkt die Schweiz über Verdichtung? Verdichtungsbarometer 2026
Die bauliche Verdichtung ist Realität in der Schweiz. Als Verdichtungsspezialisten wollen wir RAUMPIONIERE nun natürlich wissen, wie Herr und Frau Schweizer diese Entwicklung denn tatsächlich beurteilt. Mit unserem Verdichtungsbarometer Schweiz schaffen wir eine faktenbasierte Grundlage für die Diskussion und leisten so einen Beitrag zur Versachlichung.
Der Verdichtungsbarometer Schweiz wird jährlich von der Raumpioniere AG mittels Online-Befragung erhoben. Er bildet ein breit abgestütztes Stimmungsbild der Schweizer Bevölkerung zur baulichen Verdichtung ab und schafft eine belastbare Grundlage für Politik, Verwaltung, Planung und Immobilienwirtschaft.
Die Ergebnisse 2026 zeigen: Die Schweiz ist mehrheitlich bereit für Verdichtung – mit regionalen Unterschieden. In Städten ist die Akzeptanz hoch, in Agglomerationen solide, im ländlichen Raum zurückhaltender. Gleichzeitig empfindet über die Hälfte der Befragten die Planung als zu wenig nah an den Menschen.
Nicht die Verdichtung an sich steht also infrage, sondern vielmehr der Prozess. Wir bleiben dran!
Verdichtungsbarometer Schweiz 2026:
Nicht die Verdichtung ist das Problem, sondern wie sie geplant wird

St. Gallen / Zürich, 16. Februar 2026
Die Schweiz ist mehrheitlich bereit für eine sinnhafte bauliche Verdichtung – aber mit regionalen Differenzen. Das zeigt die erstmalige Erhebung des Verdichtungsbarometers Schweiz 2026. Die Akzeptanz von Verdichtung ist hoch in Städten, solide in Agglomerationen und deutlich zurückhaltender in ländlichen Regionen. Dabei gibt eine Mehrheit der Befragten an, in den letzten 12 Monaten im eigenen Umfeld konkrete Verdichtungsprojekte wahrgenommen zu haben. Allerdings: Über die Hälfte findet, dass Verdichtung „eher an den Menschen vorbei“ geplant wird und traut ihrer Stadt oder ihrer Gemeinde ein qualitativ hochstehendes Verdichten nicht zu. Der Verdichtungsbarometer Schweiz wurde von der Raumpioniere AG entwickelt. Der Verdichtungsbarometer ermittelt mittels Online-Befragung einmal im Jahr die Haltung der Schweizer Bevölkerung zur baulichen Verdichtung in der Schweiz.
Die Ergebnisse des Verdichtungsbarometers Schweiz 2026 stellen ein breit abgestütztes Stimmungsbild dar. Dabei zeigt sich: Die Schweizer Bevölkerung nimmt Verdichtung als Lebensrealität wahr. Und steht der Verdichtung grundsätzlich offen gegenüber. Die Akzeptanz ist vorhanden – aber die Bevölkerung will in die Verdichtungsentwicklung miteinbezogen werden. Der Verdichtungsbarometer Schweiz 2026 zeigt: Verdichtung an sich hat nicht unbedingt ein Akzeptanzproblem, in vielen Fällen aber der Prozess dahin. „Verdichtung muss eine hohe Lebensqualität sicherstellen und den Bedürfnissen einer wachsenden Bevölkerung gerecht werden“, sagt Atilla Färber, CEO der Raumpioniere AG.

10 Thesen und die Ergebnisse aus dem Verdichtungsbarometer Schweiz 2026 der Raumpioniere dazu:
1. Trotz Verdichtungsdruck: Lebensqualität und Sicherheit bleiben hoch

Die Menschen in der Schweiz wohnen gerne dort, wo sie wohnen. Das geht aus dem Verdichtungsbarometer Schweiz 2026 der Raumpioniere hervor. Die Zufriedenheit mit der Lebensqualität im Quartier liegt auf sehr hohem Niveau. Deutlich über 80 Prozent sind zufrieden bis sehr zufrieden mit der Lebensqualität in ihrem Quartier. Auch das Sicherheitsgefühl wird von einer grossen Mehrheit – über 90 Prozent – als hoch bis sehr hoch eingeschätzt. Konsequenterweise würden 88 Prozent dann auch ihr Quartier als Lebensraum weiterempfehlen.

Wie zufrieden sind Sie aktuell mit der Lebensqualität in Ihrem Quartier?

Wie zufrieden sind Sie aktuell mit der Lebensqualität in Ihrem Quartier?

Wie sicher fühlen Sie sich in Ihrem Quartier?

Wie sicher fühlen Sie sich in Ihrem Quartier?

Würden Sie Ihr Quartier heute weiterempfehlen?

Würden Sie Ihr Quartier heute weiterempfehlen?

2. Verdichtung wird bereits erlebt – nicht nur diskutiert

Die deutliche Weiterempfehlung der eigenen Lebensumgebung gilt auch, obwohl oder gerade weil rund die Hälfte der Befragten in den letzten 12 Monaten in ihrem unmittelmittelbaren Umfeld Verdichtungsbemühungen festgestellt haben.

Haben Sie in den letzten 12 Monaten in Ihrem Quartier eine bauliche Verdichtung wahrgenommen (wurde gebaut)?

Haben Sie in den letzten 12 Monaten in Ihrem Quartier eine bauliche Verdichtung wahrgenommen (wurde gebaut)?
3. Notwendigkeit von Verdichtung wird breit erkannt und verstanden

Das Thema „Verdichtung“ ist in aller Munde und wird auch vor den gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen mit der anstehenden Abstimmung über die Nachhaltigkeits-Initiative („Keine 10-Millionen-Schweiz!“) breit diskutiert. Aus dem Verdichtungsbarometer Schweiz 2026 lässt sich erkennen, dass – entgegen der öffentlichen Debatte und vielfach kolportiert – Verdichtung nicht automatisch mit Verlust von Lebensqualität wahrgenommen wird, sondern die Einschätzung differenzierter ist.
Rund 72 Prozent hält es für notwendig, dass in ihrer Gemeinde und ihrer Stadt neuer und vor allem zusätzlicher Wohnraum geschaffen wird.

Halten Sie es für notwendig, zusätzlichen Wohnraum in Ihrer Gemeinde zu schaffen?

Halten Sie es für notwendig, zusätzlichen Wohnraum in Ihrer Gemeinde zu schaffen?

4. Verdichtung ist auch ein Mittel gegen die weitere Zersiedelung

Dieser neue Wohnraum sollte vornehmlich in bestehenden Objekten – also mittels Verdichtung im Bestand – und über Ersatzneubauten geschaffen werden.

Wo sollte neuer Wohnraum primär entstehen?

Wo sollte neuer Wohnraum primär entstehen?

5. Verdichtung passt überall, braucht aber ortspezifische Antworten

Dabei zeigen sich Unterschiede in der Beurteilung, in welchen Gebieten und Regionen Verdichtung vor allem vorangetrieben werden soll. Verdichtung ist akzeptiert – aber sie braucht ortspezifische Antworten.
Im Verdichtungsbarometer Schweiz 2026 zeigt sich, dass rund 75 Prozent der Befragten sich auf eine erhöhte Verdichtung in den Städten einigen können.

Wie stehen Sie grundsätzlich zur baulichen Verdichtung in *Städten*?

Wie stehen Sie grundsätzlich zur baulichen Verdichtung in *Städten*?Wo sollte neuer Wohnraum primär entstehen?

Rund 66 Prozent haben eine überwiegend pragmatisch-positive Haltung gegenüber der Verdichtung in den Agglomerationen.

Wie stehen Sie grundsätzlich zur baulichen Verdichtung in *Agglomerationen*?

Wie stehen Sie grundsätzlich zur baulichen Verdichtung in *Agglomerationen*?

Und noch 40 Prozent hält Verdichtung auch in ländlichen Regionen für durchaus richtig und wichtig.

Wie stehen Sie grundsätzlich zur baulichen Verdichtung in *ländlichen Regionen*?

Wie stehen Sie grundsätzlich zur baulichen Verdichtung in *ländlichen Regionen*?
6. Beim Verdichten dominiert eine chancenorientierte Haltung

Diese hohen bis mindestens respektablen Zustimmungswerte über alle Regionen hinweg sind verbunden mit der Einschätzung, dass Verdichtung gleichzeitig Chancen und Risiken für die Schweiz mit sich bringt, wie eine Mehrheit urteilt (43 Prozent). Die Betonung der Chancen mit 42.69 Prozent fällt allerdings deutlich stärker aus als die Angst alleine vor den Risiken (11.3 Prozent).

Bringt Verdichtung in der Schweiz künftig eher Chancen oder eher Risiken?

Bringt Verdichtung in der Schweiz künftig eher Chancen oder eher Risiken?
7. Verdichtung wird akzeptiert – der Prozess dahin wird kritisiert

Der Verdichtungsbarometer Schweiz 2026 macht deutlich, dass bei der eigentlichen Verdichtung selbst keine Akzeptanzprobleme vorliegt – aber beim politischen Prozess. Nur je rund 6 Prozent der Befragten findet, dass die Verdichtung einen äusserst positiven oder – ganz im Gegenteil dazu – einen äusserst negativen Einfluss auf die Lebensqualität habe. Knapp die Hälfte der Befragten reagiert neutral auf die Frage nach der Beeinflussung der Lebensqualität durch Verdichtung.

Wie beeinflusst Verdichtung aus Ihrer Sicht die Lebensqualität?

Wie beeinflusst Verdichtung aus Ihrer Sicht die Lebensqualität?

Aber rund zwei Drittel traut ihrer Gemeinde und ihrer Stadt eine qualitativ hochstehende Verdichtung nicht zu – oder ist in dieser Frage zumindest unsicher.

Trauen Sie Ihrer Gemeinde/Stadt zu, qualitativ gut zu verdichten?

Trauen Sie Ihrer Gemeinde/Stadt zu, qualitativ gut zu verdichten?

8. Planung erfolgt zu oft an den Menschen vorbei statt mit den Menschen

Mehr als jede zweite befragte Person hat das Gefühl, dass die Verdichtungsplanung an den Menschen vorbei statt mit den Menschen erfolgt.

Haben Sie das Gefühl, Verdichtung wird eher «mit den Menschen» oder «an den Menschen vorbei» geplant?

Haben Sie das Gefühl, Verdichtung wird eher «mit den Menschen» oder «an den Menschen vorbei» geplant?

9. Verdichtung muss grün, hochqualitativ und kostengünstig sein

Gefordert wird, dass die Gemeinden und Städte bei ihren Verdichtungsinitiativen vor allem auf den Erhalt und Ausbau von Grünflächen und auf die Architektur- und Bauqualität achten. Darüber hinaus sollte beim Verdichten auch der Aspekt „bezahlbares Wohnen“ im Fokus sein.

Worauf sollte Ihre Gemeinde beim Verdichten am meisten achten?

Worauf sollte Ihre Gemeinde beim Verdichten am meisten achten?
10. Verdichtung hängt (auch) von der Lage ab

Die individuelle Bereitschaft, auch in der ganz persönlichen Wohn- und Lebenssituation Verdichtung zu ermöglichen, hängt sehr stark von der Lage ab. Je attraktiver die Lage eines Wohnraumes ist, umso eher sind die Befragten bereit, auf Wohnfläche zu verzichten. An Top-Lage könnten sich 80 Prozent vorstellen, sicher oder vielleicht verdichtet zu leben.

Wären Sie bereit, weniger Wohnfläche zu nutzen, wenn die Lage dafür top ist?

Wären Sie bereit, weniger Wohnfläche zu nutzen, wenn die Lage dafür top ist?
Atilla Färber: Private Eigentümer als Schlüssel für eine nachhaltige Verdichtung

„Die Auswertung des Verdichtungsbarometers Schweiz 2026 zeigt, dass das Thema Verdichtung in der Bevölkerung auf ein grosses Verständnis und eine breite Akzeptanz stösst. Die Schweiz versteht grundsätzlich die Notwendigkeit einer nachhaltigen Verdichtung“, sagt Atilla Färber, CEO der Raumpioniere AG. „Gleichzeitig machen der Verdichtungsbarometer und unsere Erfahrungen aber auch klar: Grosse städtebauliche Visionen zielen sehr oft an den Bedürfnissen der Bevölkerung vorbei. Dabei geht Vertrauen verloren. Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Verdichtung liegt weniger in politisch motivierten Absichten, sondern vielmehr im Verständnis von privaten Immobilien-Eigentümerinnen und -Eigentümer, die das Entwicklungs- und Verdichtungspotential ihres Objektes erkennen.“
Mitreden erwünscht

Verdichtung betrifft uns alle – als Bewohnerinnen und Bewohner, Planende und Entscheiderinnen.
Der Verdichtungsbarometer zeigt: Akzeptanz hängt vom Prozess ab, nicht von der Dichte. Wer mitgestaltet, versteht und vertraut, unterstützt eine lebenswerte Verdichtung.
Haben Sie Fragen zu den Ergebnissen oder möchten Sie die Daten vertieft analysieren?
Wir sind gespannt auf den Austausch!
Atilla Färber
«Sie möchten in Immobilien investieren? Dann sind wir Raumpioniere gerne Ihr kompetenter Partner auf Augenhöhe. Wir besprechen unsere Entwicklungsprojekte im Detail mit Ihnen und geben Ihnen bestens nachvollziehbare Projektbeschriebe und Renditeberechnungen ab.»
Atilla Färber
Firmenleitung (CEO)
071 521 21 27
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